Warmblut

Das Glück der Erde liegt auf dem Rücken der Pferde – diesen Spruch hat wohl jeder Reiter verinnerlicht und weiß, dass das der Realität entspricht. Während manche Reiter mit allen Pferderassen und -arten vertraut sind, gibt es dennoch viele Pferdebegeisterte, die sich nicht wirklich mit den Eigenschaften der gängigsten Rassen auskennen. Eine der wohl am meist verbreiteten Pferderassen, sind Warmblut-Pferde. Warmblut an sich ist natürlich keine Rasse, sondern ein Überbegriff für mehrere Rassen, die einige Gemeinsamkeiten haben.

Die Eigenschaften eines Warmbluts

Gerade als Freizeitpferde sind die Warmblüter besonders gut geeignet. Das beruht auf den besonderen Eigenschaften dieser Pferderassen, denn sie sind besonders verlässlich und meist eher ruhige Pferde. Daher sind sie im Gelände besonders entspannt und sorgen meist für wenig Aufregung. Doch das ist noch nicht alles. Warmblüter sind auch im Sport sehr vielfältig einsetzbar und meist die erfolgreichsten Pferde auf Turnieren. Das liegt daran, dass die Pferde besonders intelligent sind und der Körperbau für seine Wendigkeit und seine Ausdauer bekannt sind. Noch dazu kommt, dass die Pferde sehr muskulös und äußerst fleißig sind. Das macht sie zum optimalen Sportler.

Der Körperbau eines Warmblutes

Ein Warmblut hat natürlich kein warmes Blut, denn die Temperatur liegt genau wie beim Kaltblut oder Vollblut bei ungefähr 38 Grad Celsius. Die Bezeichnung bezieht sich auf das Temperament und den Körperbau der Pferde. Doch wie genau kann nun ein Warmblut erkannt werden? Warmblüter haben einen eher schlanken, sportlichen und muskulösen Körperbau und sind meist sehr groß. Sie sind die ausdauernden Sportler unter den Pferden. Das unterscheidet sie von den Kaltblütern, die sehr kräftig und bullig gebaut sind und von den Warmblütern, die eher ein wenig kleiner und schlanker und weniger ausdauernd sind. Dafür sind sie die Sprinter unter den Pferden.

Entstehung und bekannte Rassen

Heutzutage halten wir Pferde meist als Hobby und nicht mehr für die Arbeit. Doch dies war nicht immer so. In der Vergangenheit wurden Pferde als Arbeitstiere gehalten und mussten meist auf dem Feld mithelfen. Im 18. und 19. Jahrhundert wurden dann spanische und arabische Pferde gekreuzt, um das ‚perfekte‘ Reitpferd zu züchten. Diese wurden zu Beginn dann meist im Krieg oder auf festlichen Umzügen eingesetzt, mittlerweile jedoch nur noch als Freizeit- und Turnierpferd.

Doch welche Rassen gehören nun zu den Warmblütern? Die wohl bekanntesten wären der Mustang, Isländer, Lipizzaner, das Deutsche Reitpony oder auch der Friese. Natürlich haben nicht alle Warmblüter die komplett selben körperlichen Eigenschaften und denselben Charakter, denn alle Rassen haben ihre eigenen Merkmale und unterscheiden sich trotz allem sehr von anderen Warmblütern. Wer sich also ein Pferd zulegen möchte, sollte sich auf jeden Fall sehr ausgiebig mit den Unterschieden der Warmblüter beschäftigen. Dennoch gibt der Faktor Warmblut auf jeden Fall schon einmal einen Hinweis auf die Eigenschaften des Pferdes.

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